Diakonie Fürth - Aktuell

Jahresbericht 2017: Öffentliche Debatte, kulturelle Teilhabe, neue Wege in der Demenzarbeit

Eine "Tafel für Demokratie" hat Menschen aus verschiedenen Kulturen an einem Tisch zusammengebracht. Ein Marktplatzgespräch hat anlässlich des 500. Reformationsjubiläums zur Diskussion über das Thema "Von Arbeiten leben können - jetzt und im Alter" eingeladen. Mit "Klettern trotz(t) Demenz" wurden neue Wege in der Demenzarbeit eingeschlagen. Das Projekt kulturplus ermöglicht nun auch finanziell benachteiligten Menschen aus Stadt und Landkreis Fürth die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Diese Schlaglichter sind nur ein Auszug aus dem Wirken der Diakonie Fürth im Jahr 2017.

Wenn wir das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen, ist aus diakonischer Sicht vor allem eines in Erinnerung geblieben: Einmal mehr war es eine Vielzahl an Veränderungen und Herausforderungen, mit denen es sich in der täglichen Arbeit auseinanderzusetzen galt.

In der Pflege etwa hat sich 2017 Grundlegendes geändert: Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde eingeführt. Anstelle von drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. Der Anspruch auf Pflegeleistungen misst sich künftig nicht mehr an Minuten, sondern daran, was ein Mensch alleine kann. Unter dem Titel „Nach der Reform ist vor der Reform" zieht der Jahresbericht 2017 der Diakonie Fürth deshalb eine kritische Bilanz über das Ergebnis der Pflegereformen I, II und III.

Daneben hat uns das Ergebnis bei der Bundestagswahl im vergangenen Herbst aufs Neue schmerzlich vor Augen geführt, dass unsere Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet. Dabei kann die Diakonie Fürth nicht zusehen. Mit seinen Stadtteilprojekten will der evangelische Wohlfahrtsverband dieser bedenklichen Entwicklung genauso entgegenwirken, wie mit dem neu initiierten Projekt kulturplus oder der jährlichen Weihnachtspaketaktion. Dies sind nur drei Beispiele, mit denen die Diakonie Fürth einen Beitrag leisten will für den sozialen Frieden und den Zusammenhalt in Stadt und Landkreis Fürth.

Weil die Fachberaterinnen und Fachberater in den Sozialen Diensten immer wieder mit den hohen Trennungs- und Scheidungszahlen und insbesondere mit deren Folgen konfrontiert sind, geht die Diakonie Fürth auch hier neue Wege: Erstmals wurden in der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Diakonie für den Landkreis Fürth Kurse für Patchwork-Eltern angeboten und erstmals wurden auch Paare ohne Kinder bzw. Paare, deren Kinder bereits erwachsen sind, beraten.

In diesem Jahresbericht finden Sie einen Einblick in die vielfältige tägliche Arbeit, in der die Diakonie-Mitarbeitenden immer wieder versuchen, für jede Lebenssituation die passende Hilfe zu leisten: Sie beraten und betreuen Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Senioren, Männer und Frauen in schwierigen Lebenslagen und sind mit vielen Angeboten in der Pflege tätig.

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