Diakonie Fürth - Aktuell

Das Soziale in Stadt und Landkreis gefordert und gefördert

Mit einer Andacht und einem Empfang wurde Diakonie-Vorständin Ulla Dürr nach 24 Jahren in Diensten des Wohlfahrtsverbandes ihrer Heimatstadt am Donnerstagabend in den Ruhestand verabschiedet. Mit dabei waren zahlreiche Wegbegleiter, Freunde und Diakonie-Mitarbeitende.

Nach 24 Jahren in Diensten des Wohlfahrtsverbands ihrer Heimatstadt wurde Diakonie-Vorständin Ulla Dürr (mitte vorne) am 28. März von ihren Aufgaben entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Diakonie Fürth

Ihr Name ist untrennbar mit dem Diakonischen Werk Fürth verbunden: Fast auf den Tag genau 24 Jahre war Ulla Dürr für den Wohlfahrtsverband ihrer Heimatstadt tätig, an dessen strategischer und zukunftsorientierter Führung und Entwicklung sie maßgeblichen Anteil hatte. Nun wurde die gebürtige Fürtherin am Donnerstagabend mit einer Andacht in der Altstadtkirche St. Michael und einem anschließenden Empfang in den Ruhestand verabschiedet. Dabei nutzten Wegbegleiter, wie Landrat Matthias Dießl und Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, genauso wie Mitarbeitende die Gelegenheit, sich persönlich von der 63-jährigen Diplom-Sozialpädagogin zu verabschieden.

Diese dankte insbesondere ihren Mitarbeitenden für die vergangenen 24 Jahre des Miteinanders und hob hervor, sich nun auf eine Zeit ohne Termine und Entscheidungsdruck zu freuen. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich meine Aufgabe mit viel Freiheit habe erfüllen dürfen. Gleichzeitig bin ich froh, nun nicht mehr täglich für Entscheidungen verantwortlich zu sein, die Klienten, Mitarbeitende und das Diakonische Werk betreffen", so Ulla Dürr, die mehr als die Hälfte ihres beruflichen Lebens im Fürther Wohlfahrtsverband verbracht hat.

Pfarrer Jörn Künne würdigte die scheidende Diakonie-Vorständin als eine Frau, die immer bereit gewesen ist, sich für ihren Arbeitsbereich, die Sozialen Dienste, mit viel Mut und kritischem Verstand einzusetzen und das Beste für die Hilfesuchenden zu erkämpfen. „Nicht zuletzt warb sie unermüdlich für ein gutes Miteinander von Kirche und Diakonie", so der Verwaltungsratsvorsitzende des Diakonischen Werkes Fürth. Sie habe stets das Soziale in Stadt und Landkreis gefordert und gefördert.

Verlässliche Beraterin mit fundiertem Fachwissen und solidarischem Herz

Dekan Jörg Sichelstiel, stellvertretender Vorsitzender des Diakonie-Verwaltungsrates, unterstrich, dass Ulla Dürr auf ihrem beruflichen Weg nie die Solidarität anderen gegenüber aus dem Blick verloren habe. Er betonte: „Du bist immer da gewesen für die Menschen, die unterwegs waren auf der Suche nach Freiheit." Gleichzeitig hob er ihren Mut hervor, immer wieder Dinge offen anzusprechen sich auf neue Aufgaben einzulassen.

Landrat Matthias Dießl würdigte in seinem Grußwort neben Ulla Dürrs fachlichem Wissen auch das Menschliche, das bei ihr immer gegolten habe. Matthias Dießl weiter: „Ich habe Ulla Dürr als verlässliche Ansprechpartnerin und Beraterin erlebt, die soziale Arbeit mit einem klaren christlichen Wertefundament gelebt hat." Oberbürgermeister Thomas Jung betonte darüber hinaus: „Ulla Dürr war immer die Stimme für all jene Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen und darauf angewiesen sind, dass jemand für sie die Stimme erhebt."

Ihre beiden Vorstandskolleginnen Brigitte Beißer und Ruth Papouschek nahmen Ulla Dürr und die zahlreichen Gäste, darunter auch Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, mit auf eine Reise und ließen deren rund 8.760 Tage in Diensten des Diakonischen Werkes Fürth kurzweilig Revue passieren. Brigitte Beißer erinnerte dabei an die Stadtteilprojekte oder das Projekt kulturplus, die Ulla Dürr auf den Weg gebracht hat. „Diese sind ein wesentlicher Beitrag für ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander, gerade in Zeiten, in denen das gesellschaftliche Klima rauer geworden ist", betonte die für den Bereich Verwaltung und Finanzen zuständige Diakonie-Vorständin.

Gut behütet auf die nächste Reise-Etappe

„Gerade die Stadtteilprojekte stehen sinnbildlich dafür, wie Ulla Dürr ihren Dienst für das Diakonische Werk gesehen hat: Ihr war es immer wichtig, dass wir nicht nur individuell Hilfe und Unterstützung anbieten, sondern darüber hinaus auch auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen reagieren und auch den Finger in die Wunde legen, wenn es problematische Tendenzen anzusprechen gilt", hob Ruth Papouschek hervor. Die Diakonie-Vorständin verantwortet neben der Stationären Altenhilfe auch die Ambulante Pflege des Diakonischen Werkes Fürth.

Zudem rückten Brigitte Beißer und Ruth Papouschek einen weiteren Verdienst ihrer scheidenden Vorstandskollegin in den Fokus: Von der gut vernetzten Sozialberatung mit kurzen Wegen im Haus der Diakonie, die ihrem Engagement und Einsatz zu verdanken seien, profitierten Menschen aus Stadt und Landkreis Fürth Tag für Tag. Ulla Dürr fungierte ab April 1995 zunächst als Abteilungsleiterin „Soziale Dienste", ehe sie im Oktober 1998 zusätzlich die Aufgabe als stellvertretende Geschäftsführerin übernahm. Ab 2011 verantwortete Ulla Dürr nach der Umstrukturierung des Diakonischen Werkes Fürth die Sozialen Dienste als hauptamtliche Vorständin. In dieser Funktion hatte sie zugleich die Bezirksstellenleitung inne.

Für die nun kommende, neue Reise-Etappe wünschten die beiden Diakonie-Vorständinnen ihr, nun endlich Zeit zu finden, für all die Dinge, die vielleicht in den letzten 24 Jahren ein wenig zu kurz gekommen sind, etwa das Kochen oder das kreativ tätig sein. Damit Ulla Dürr auf dieser Reise-Etappe immer gut behütet ist, überreichten Brigitte Beißer und Ruth Papouschek ihr symbolisch einen pinkfarbenen Panama-Hut. Verbunden mit dem Wunsch, auch in Zukunft hin und wieder einen Zwischenstopp in der Königswarterstraße 58 einzulegen und sie an ihrer weiteren Lebensreise teilhaben zu lassen.