Diakonie Fürth - Aktuell

DW-Bayern Präsident Michael Bammessel zu Gast beim Diakonie-Empfang

Menschen in Notlagen Hilfe und Unterstützung bieten. Pflegebedürftige und Senioren umfassend versorgen. Dafür steht das soziale Engagement der Diakonie Fürth, welches stets orientiert ist an den jeweils aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen. an diese herausfordernde Aufgabe erinnerte Pfarrer Jörn Künne, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diakonischen Werks Fürth, im Rahmen des diesjährigen Diakoniegottesdienstes in der Altstadtkirche St. Michael. Für eine verbesserte Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie warb auch Pfarrer Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern. In seinem Vortrag beim Festabend in der der „Grünen Scheune“ von St. Michael empfahl der Festredner eine Vitaminspritze: „Kirche braucht ein wenig Vitamin D(iakonie), die Diakonie hingegen etwas Vitamin E(vangelium).“

DW-Präsident Michael Bammessel beleuchtete als Festredner die Bedeutung des Reformationsjubiläums für das diakonische Wirken.

Menschen in Notlagen Hilfe und Unterstützung bieten. Pflegebedürftige und Senioren umfassend versorgen. Dafür steht das soziale Engagement der Diakonie Fürth, welches stets orientiert ist an den jeweils aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen. „Dieses Handeln ist fest im Glauben verankert. Dieser ist das Fundament für das unermüdliche Engagement der Diakonie-Mitarbeitenden“, erinnerte Pfarrer Jörn Künne, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diakonischen Werkes Fürth, im Rahmen des diesjährigen Diakoniegottesdienstes in der Altstadtkirche St. Michael.

In seiner Predigt nahm Dekan Jörg Sichelstiel das Reformationsjubiläum zum Anlass, um der Frage nachzugehen, wie Kirche und Diakonie in diesem besonderen Jahr gemeinsam unterwegs sind. In den diversen Veröffentlichungen und Programmen zum Luther-Jahr habe er stets zu lange suchen müssen, um auf das Diakonische zu stoßen, lautete die Kritik des stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats des Diakonischen Werkes Fürth.

Derweil gebe es Anlässe genug, sich sozialpolitisch stark zu machen. Jörg Sichelstiel erinnerte an die zunehmende Spaltung der Gesellschaft: „Was machen wir als Kirche und Diakonie gemeinsam für all jene, die sich offensichtlich abgehängt fühlen? Wie gehen wir mit denen um, die sich in unserer Demokratie nicht mehr repräsentiert fühlen? Wie begegnen wir den Verunsicherten, die Angst vor Altersarmut haben oder ihre Miete nicht mehr zahlen können?“ Solche diakonischen Fragen dürften nie aus dem Blick geraten.

„Diakonie und Kirche brauchen eine Vitaminspritze“

Für eine verbesserte Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie warb auch Pfarrer Michael Bammessel, Präsident der Diakonie Bayern. In seinem Vortrag beim Festabend in der der „Grünen Scheune“ von St. Michael empfahl der Festredner eine Vitaminspritze: „Kirche braucht ein wenig Vitamin D(iakonie), die Diakonie hingegen etwas Vitamin E(vangelium).“

Kirche ohne diakonisches Engagement werde einseitig und verliere an Glaubwürdigkeit. Die Diakonie ohne geistliches Leben hingegen werde zum reinen „Betrieb“. Beides müsse aufeinander bezogen sein. „Wenn die Kirche für die sozialen Probleme an die Diakonie verweist und die Diakonie sich ihrerseits nur darum und nicht mehr auch um die Religion kümmert, fällt auseinander, was eigentlich zusammengehört“, lautete sein Appell. Michael Bammessel plädierte darüber hinaus für neue Ansätze der Zusammenarbeit.

Den Bedarf in der Pflege bekäme man etwa nur in den Griff, wenn Dinge ineinander greifen: Pflege in der Familie, ambulante Dienste, Tagespflege ehrenamtliche Besuchsdienst und eben auch Teilhabe am Gemeindeleben. „Wir haben die Chance, das Anliegen des Diakonievaters Johann Hinrich Wichern wieder neu zu leben. Die Diakonie ist ‚meine Diakonie‘ – das muss wieder Grundhaltung der Kirche und der kirchlich Engagierten werden.“ Die prägnanten Worte waren sodann auch Anstoß für zahlreiche angeregte Diskussionen an den Tischen, die den gelungenen Abend ausklingen ließen.