Diakonie Fürth - Aktuell

Ein Beruf, der Herz fordert

Sie alle haben sich für eine abwechslungsreiche Ausbildung in einem werteorientierten Umfeld entschieden, die viel Herz fordert und zugleich viel Freude gibt: Zehn junge Frauen und Männer haben im September in den beiden Seniorenpflegeheimen der Diakonie Fürth und in der Ambulanten Pflege des Fürther Wohlfahrtsverbandes ihre dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Altenpflege begonnen.

Abwechslungsreiche Ausbildung in einem werteorientierten Umfeld: Anfang September wurden die neuen Auszubildenden von Frieder Parche (2. v. l.), Leiter Stationäre Altenhilfe bei der Diakonie Fürth und Danja Neumann (re.), Pflegedienstleitung im Seniorenpflegeheim Gustav Adolf, willkommen geheißen. (c) Diakonie Fürth

Ein Herz für alte Menschen, Empathie und aufrichtiges Interesse - all das braucht man, um ein guter Altenpfleger zu sein. Diese Erfahrung gehört für zehn junge Frauen und Männer seit Anfang September zum (Arbeits-)Alltag. In den beiden Seniorenpflegeheimen der Diakonie Fürth und in der Ambulanten Pflege des Fürther Wohlfahrtsverbandes haben sie ihre dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Altenpflege begonnen. Diese ist umfangreich, fordernd und abwechslungsreich zugleich: Zwei Wochen Schule folgen zwei Wochen Praxis im Wechsel. Insgesamt sind 2.100 Stunden Theorie und weitere 2.500 Stunden Praxis zu absolvieren. Hinzu kommen mehrere Wochen Praktika, die einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder sowohl der ambulanten als auch der stationären Pflege der Diakonie Fürth geben.

In der Theorie stehen Krankheitsbilder genauso auf dem Stundenplan, wie die richtige Dokumentation, rechtliche Aspekte und psychologische Grundlagen. Im Wohnbereich oder in der Ambulanten Pflege wird das Gelernte direkt in die Praxis umgesetzt. Verantwortung bekommen die Azubis dabei schon früh übertragen - denn sie arbeiten vom ersten Tag an am Menschen. Natürlich noch nicht allein, aber: „nur so lernt man das", findet Frieder Parche. Er leitet die Stationäre Altenhilfe bei der Diakonie Fürth. Zu Beginn übernehmen die Auszubildenden grundpflegerische Tätigkeiten, wie zum Beispiel Hilfe bei der Körperpflege, lernen die Krankenbeobachtung oder bestimmte Lagerungstechniken. Mit der Zeit und dem vermehrten Wissen, dürfen sie schwierigere Aufgaben übernehmen. Wenn die Azubis über medizinisches Hintergrundwissen verfügen, dürfen sie Aufgaben wie zum Beispiel das Insulinspritzen übernehmen.

„Wir wollen unseren Bewohnern in den Seniorenpflegeheimen und den Betreuten in der Ambulanten Pflege eine gute Zeit ermöglichen und mit ihnen wertschätzend umgehen", betont Frieder Parche. Die Auszubildenden bei der Diakonie Fürth müssen deshalb vor allem eines mitbringen: Einfühlungsvermögen. „Bei uns haben die Auszubildenden stets ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Bewohner." Zudem müssen sie körperlich stark und psychisch stabil sein - denn dass der Arbeitsalltag hart ist, will Frieder Parche nicht bestreiten. Aber: „Diese Arbeit ist unglaublich sinnstiftend. Wir können damit Menschen schöne Momente schenken, die dafür unendlich dankbar sind." 

Für die insgesamt 15 jungen Menschen, die derzeit bei der Diakonie Fürth eine Ausbildung absolvieren, nicht der einzige Pluspunkt, den sie genießen. Neben einer tariflichen Ausbildungsvergütung, einer zusätzlichen Altersvorsorge und Jahressonderzahlung schätzen sie vor allem den wertschätzenden Umgang der Kollegen untereinander und mit den betreuten Menschen. Gleichzeitig bieten sich ihnen interessante berufliche Perspektiven mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Denn die Aussichten, nach der Ausbildung übernommen zu werden, sind sehr gut. Sie alle haben sich für eine abwechslungsreiche Ausbildung in einem werteorientierten Umfeld entschieden, die viel Herz fordert und zugleich viel Freude gibt.