Diakonie Fürth - Aktuell

Fröhliche Spielerunde, die Generationen verbindet

In der Schweiz ärgern sich die Eidgenossen bei „Eile mit Weile“, unter dem Eiffelturm würfeln die Franzosen mit „T’en fais pas“, die Italiener fragen „Non tarrabiare?“. Die Rede ist von 16 geschnitzten Holzkegelchen, einem Würfel und einem Spielfeld: die Mutter aller Brettspiele „Mensch ärgere Dich nicht“. Die Bewohner des Gustav-Adolf-Heims der Diakonie Fürth in Zirndorf können ab sofort mit einer extra für sie angefertigten seniorengerechten Variante eine unterhaltsame Partie des Klassikers spielen. Die Idee dazu hatte die Mädchengruppe des Jugendhauses „Alte Scheune“ in Zirndorf.

„Mensch ärgere Dich nicht“ verbindet Generationen: Im Beisein des Dritten Bürgermeisters von Zirndorf, Murat Bülbül (vierter v. links), überreichte die Mädchengruppe des Jugendhauses „Alte Scheune“ in Zirndorf um Erzieherin Stefanie Seischab (zweite v. rechts) und Sozialarbeiterin Carolin Schindzielorz (fünfte v. links) ihre seniorengerechte Variante des Spieleklassikers.

In der Schweiz ärgern sich die Eidgenossen bei „Eile mit Weile“, unter dem Eiffelturm würfeln die Franzosen mit „T’en fais pas“, die Italiener fragen „Non tarrabiare?“, in Spanien nennt sich der deutsche Klassiker kurz „Parchis“, die Amerikaner haben daraus „Frustration“ gemacht. Die Rede ist von 16 geschnitzten Holzkegelchen, einem Würfel und einem Spielfeld: die Mutter aller Brettspiele „Mensch ärgere Dich nicht“.

Die Bewohner des Gustav-Adolf-Heims der Diakonie Fürth in Zirndorf können ab sofort mit einer extra für sie angefertigten seniorengerechten Variante eine unterhaltsame Partie des Klassikers spielen. Die Idee dazu hatte die Mädchengruppe des Jugendhauses „Alte Scheune“ in Zirndorf. Nach der letztjährigen Übergabe eines Puppenhauses in der Kindertageseinrichtung der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber war den Mädchen schnell klar, dass sie gerne auch Senioren eine Freude machen wollten.

Auffällige Farben, griffige Spielfiguren

Die Frage, welches Spiel bei älteren Menschen wohl besonders beliebt ist, war schnell beantwortet: Es musste der Inbegriff des Gesellschaftsspiels sein. Gemeinsam mit der Erzieherin Stefanie Seischab und der Sozialarbeiterin Carolin Schindzielorz sägten, bohrten, klebten und zeichneten die Mädchen in ihrer Freizeit mit viel Eifer und Fleiß. Entstanden ist ein Holzspiel, das besonders auf die Bedürfnisse der älteren Spieler zugeschnitten ist.

„Sowohl das Spielfeld als auch die Figuren sind größer und griffiger als bei der herkömmlichen Variante. Die Farben sind auffälliger und neben einem extra Feld, in dem man würfeln kann, ohne Gefahr zu laufen, dass sich der Würfel verselbstständigt, ist das Spiel drehbar“, freut sich Beatrix Schott-Weidel, Leiterin der Sozialen Betreuung im Gustav-Adolf-Heim. Damit ist jeder Bereich des Spielfeldes für alle Mitspieler mühelos erreichbar. Für diesen Blick fürs Detail hatten die Mädchen die möglichen Beeinträchtigungen im Alter, wie ein schlechteres Seh- und Hörvermögen und die schwindende Agilität, selbst versucht nachzuempfinden, bevor sie mit der Materialbeschaffung und der Bauzeichnung begannen.

Den Blick in die erfreuten Gesichter, als die Bewohner im Seniorenpflegeheim Gustav Adolf erstmals versuchten, ihre Figuren schnellstmöglich über das kreisförmige Brettspiel in das Zielfeld zu bringen, wollten sich die kreativen Mädchen natürlich nicht entgehen lassen. Die erste Partie spielten sie deshalb gemeinsam bei der Übergabe im Beisein des Dritten Bürgermeisters von Zirndorf, Murat Bülbül. Eine fröhliche Spielerunde, die allen Lust auf Mehr gemacht und unter Beweis gestellt hat: „Mensch ärgere Dich nicht“ verbindet Generationen.