Diakonie Fürth - Aktuell

Musik liegt in der Luft: Die Veeh-Harfen-Gruppe der Diakonie Fürth

Musik ist bekanntlich die universellste Sprache auf unserem Planeten. Während Englisch zwischen 1 bis 1,5 Milliarden Leute verstehen, kann über Musik die ganze Weltbevölkerung kommunizieren. Ist das nicht allein schon Grund genug, zu musizieren? Zudem ist Musik- insbesondere in der Gruppe - gleichzeitig auch ein gutes Gedächtnistraining. Zehn Seniorinnen kommen nicht nur deshalb jede Woche im Haus der Diakonie zusammen, um genau das zu tun: Sie zupfen die Saiten einer Veeh-Harfe, einem zitherähnlichen Zupfinstrument, das ideal ist auch für musikalische Späteinsteiger, denn das Spiel ist auch ohne vorherige Notenkenntnisse leicht erlernbar.

Auch ohne musikalische Vorkenntnisse gut zu erlernen: Die für dieses Instrument umgeschriebenen Veeh-Harfen-Noten werden einfach unter die Saiten gelegt und danach wird die Melodie gezupft.

Es sind zarte Harfenklänge, die jeden Freitagvormittag das Haus der Diakonie in der Königswarterstraße erfüllen. Zehn Seniorinnen hat das Spiel eines besonderen Musikinstruments zusammengeführt und über die Jahre zusammenwachsen lassen. Sie alle zupfen die Saiten einer Veeh-Harfe, einem zitherähnlichen Zupfinstrument, das auch ohne vorherige Notenkenntnisse leicht erlernbar ist. „Die Veeh-Harfe ist deshalb das ideale Instrument für musikalische Späteinsteiger", betont Ingrid Schumann. „Schon nach kurzer Zeit ist es damit möglich, eine wohlklingende Melodie zu spielen."

Die 74-jährige Wahl-Fürtherin weiß, wovon sie spricht. Sie selbst ist eine solche Späteinsteigerin und kam im Frühjahr 2004, kurz vor ihrem 60. Geburtstag, durch Zufall zur Veeh-Harfe. „Gerne wäre ich in eine Gruppe eingetreten, um gemeinsam mit anderen zu muszieren", sagt sie. Jedoch musste sie feststellen, dass es damals im ganzen Umkreis nur eine einzige Veeh-Harfen-Gruppe gab, die zu allem Überfluss keine neuen Mitglieder mehr aufgenommen hat. Die Leiterin dieser Gruppe, keine Geringere als die Tochter des Veeh-Harfen-Erfinders Hermann Veeh, gab ihr schließlich den Rat, selbst eine Gruppe zu gründen.

Musik in der Gruppe ist auch ein gutes Gedächtnistraining

Gesagt, getan. Der Gedanke ließ Ingrid Schumann nicht mehr los und mit ihrer Idee stieß sie bei der Diakonie Fürth sofort auf offene Ohren. Schon im Oktober 2014 war es soweit: Die Veeh-Harfen-Gruppe wurde als Angebot der Seniorenbegegnungsstätte des Fürther Wohlfahrtsverbandes ins Lebens gerufen. Seither gibt Ingrid Schumann im Ehrenamt begeisterten Damen im Seniorenalter ihre Liebe zum Instrument weiter. Das Repertoire, das die Gruppe inzwischen erarbeitet hat, ist beachtlich. Es umfasst Heimatmelodien genauso wie alpenländische Musik, Schlager, Choräle oder klassische Stücke.

Die Musik in der Gruppe ist auch ein gutes Gedächtnistraining, betont Ingrid Schumann: „Der Notenverlauf und die Wiederholungen erfordern die volle Konzentration der Spielerinnen. Die Harfe gut zu stimmen, beim gemeinsame Spielen im Takt zu bleiben, Wiederholungen zu beachten, gut aufeinander zu hören - das alles ist für ein harmonisches Zusammenspiel sehr wichtig."

Und natürlich geben die „Veeh’lings" - diesen Namen hat sich die Gruppe gegeben - gerne und mit viel Engagement immer wieder auch etwas von ihrer Musik an andere Menschen weiter. In der Kirche Maria-Magdalena im Seniorenpflegeheim Sofienheim der Diakone Fürth gehören die Auftritte seit vielen Jahren genauso zum festen Bestandteil von Adventsfeiern, wie in der Begegnungsstätte im Haus der Diakonie. Besonders in der Vorweihnachtszeit tritt das Ensemble in Seniorenheimen, Gemeindesälen und Kirchen auf. Die Seniorinnen sind sich einig: „Die Musik ist für unser Leben eine große Bereicherung. Sie hält uns fit und gesund und tut der Seele gut."

 

Endlich selbst Musik machen

Wer selbst Lust bekommen hat, sich einmal an der Veeh-Harfe auszuprobieren, ist herzlich zu einer Schnupperstunde eingeladen. Die „Veeh’lings" freuen sich sehr über Zuwachs. Weitere Informationen gibt es bei der Diakonie Fürth: Kathrin Kutzke, 0911-74933-26, kathrin.kutzke@diakonie-fuerth.de. Sie stellt gerne den Kontakt zu Ingrid Schumann her.