Diakonie Fürth - Aktuell

Szenische Lesung „Auguste D.“ wird in Fürth aufgeführt

„Wie heißen Sie? Auguste. Familienname? Auguste. Wie heißt Ihr Mann? Ich glaube Auguste." Mit diesen Sätzen beginnt der Dialog zwischen Auguste Deter und dem Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer. Die berührenden Dialoge zwischen Arzt und Patientin sind Kern des Theaterstücks „Die Akte Auguste D.“. Gemeinsam mit der Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs) bringt die Diakonie Fürth die szenische Lesung im September nach Fürth.

„Wie heißen Sie? Auguste. Familienname? Auguste. Wie heißt Ihr Mann? Ich glaube Auguste. Ihr Mann? Ach so, mein Mann… Sind Sie verheiratet? Zu Auguste.“ Mit diesen Sätzen beginnt der Dialog zwischen Auguste Deter und dem Arzt und Hirnforscher Alois Alzheimer. 1901 legte dieser eine Krankenakte über einen medizinischen Fall an, der seine Neugierde und seinen Forschergeist weckte. Seine Patientin Auguste Deter zeigte Symptome, die er vorher noch nie beobachtet hatte. Weder in Untersuchungen, noch in langen Gesprächen kommt er der Krankheit auf die Spur. Erst nach ihrem Tod gewinnt Alois Alzheimer Sicherheit über die bis dahin rätselhafte Krankheit, die später seinen Namen erhalten wird.

Die berührenden Dialoge zwischen Arzt und Patientin sind Kern des Theaterstücks „Die Akte Auguste D.“. Gemeinsam mit der Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs) bringt die Diakonie Fürth die szenische Lesung nach Fürth. Im kleinen Saal des Kulturforums wird das Stück, welches die Beobachtungen von Alois Alzheimer an der ersten Alzheimer Patientin zum Gegenstand hat, am 26. September um 18.00 Uhr aufgeführt. Die Bühnenfassung der Autorin und Verlegerin Ulrike Hofmann basiert auf der Biographie „Alzheimer“ von Konrad und Ulrike Maurer.

„Die szenische Lesung zeichnet nicht nur ein Porträt der Krankheit, die uns zunehmend beschäftigt, sondern gibt auch Einblick in die damaligen ‚Irrenanstalten‘ und die Methoden der Hirnforschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts“, unterstreicht Christiane Schmidt, Seniorenbeauftragte der Stadt Fürth. Für sie und Barbara Ehm, bei der Diakonie zuständig für die Fachstelle für pflegende Angehörige, ist das Projekt eine Herzensangelegenheit.

„Wir haben nach einer anderen und innovativen Herangehensweise gesucht, das Thema Demenz in den Blick zu nehmen und sind uns sicher, mit dem Theaterstück eine gute Möglichkeit gefunden zu haben, ins Gespräch zu kommen“, betont Barbara Ehm. Im Anschluss an die Aufführung werden Christiane Schmidt und sie noch für Fragen zur Verfügung stehen.

„Die Akte Auguste D.“ in Fürth

Das Theaterstück „Die Akte Auguste D.“ wird am 26. September um 18.00 Uhr im kleinen Saal des Kulturforums in Fürth zu sehen sein. Der Kartenvorverkauf beginnt ab dem 15.08.2017 bei fübs, der Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (City Center Fürth). Die Karten kosten 4 Euro.