Diakonie Fürth - Aktuell

„Überschuldete brauchen starke Beratung“

Seit vielen Jahren ist die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth kompetenter und professioneller Ansprechpartner für Menschen aus Stadt und Landkreis Fürth, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Doch nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann eine solche fachlich gute und nachhaltige Beratung erfolgen. Darauf weißt die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände unter dem Motto „Überschuldete brauchen starke Beratung“ vom 19. bis 23. Juni hin.

Eine überraschende Kündigung, ein schwerer Unfall, der plötzliche Tod des Partners: Oft geraten Menschen unerwartet in die Schuldenfalle. Seit vielen Jahren ist die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth in solchen Fällen kompetenter und professioneller Ansprechpartner für Menschen aus Stadt und Landkreis Fürth. Dabei geht es um weit mehr als nur finanztechnische Hilfe.

Die Arbeit der Fachberaterinnen und Fachberater versteht sich auch als Hilfe zur Überwindung der sozialen und psychischen Folgen der Existenzgefährdung durch Ver- und Überschuldung. „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Ratsuchenden einen Ausweg aus den Schulden zu suchen, und nicht die Frage der Schuld zu klären“, unterstreicht Fachberaterin Ursula Weser. Doch nur wenn uns die Rahmenbedingungen eine fachlich gute und nachhaltige Beratung ermöglichen, kann die Schuldnerberatung weiterhin ihren anerkannt wichtigen Beitrag zur Bewältigung der gesellschaftlichen Schuldenproblematik leisten.

Darauf weißt die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände unter dem Motto „Überschuldete brauchen starke Beratung“ vom 19. bis 23. Juni hin. Wie wichtig es ist, der drängenden gesellschaftlichen Herausforderung auf dieser Weise zu begegnen, erlebt Ursula Weser in der täglichen Beratungsarbeit: „Ist die Schuldenlast wieder überschaubar, blühen viele Menschen regelrecht auf und schöpfen wieder neuen Lebensmut.“

Im Bundestagswahljahr nimmt die bundesweite Aktionswoche stärker als in den Vorjahren insbesondere politische Entscheidungsträger in den Fokus. Denn mit der sozialen Schuldnerberatung ist zwar ein umfangreiches und wirksames Konzept zur Bewältigung des Problems privater Überschuldung entwickelt worden. Know-how und Kompetenz sind da, können aber angesichts der teils unzureichenden Finanzierungsstrukturen nicht ausgeschöpft werden.

„Insbesondere die finanzielle Ausstattung der Insolvenzberatung, für welche das Land Bayern zuständig ist, ist unzureichend“, so Ursula Weser. Wie wichtig der fortwährende Einsatz vor Ort für eine Erhöhung ist, untermauern Erfahrungen und Zahlen in der Beratungsarbeit. Die Verschuldungsquote in der Region Fürth liegt über dem Bundesdurchschnitt und bayernweit im oberen Drittel. Mit mehr als 900 Klientinnen und Klienten pro Jahr ist die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth maximal ausgelastet.

Ursula Weser, die auch im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung engagiert ist, fordert deshalb: „Sowohl das Hilfenetz der Schuldner- und Insolvenzberatung ist bedarfsgerecht auszubauen und zu finanzieren. Zudem brauchen wir einen Rechtsanspruch auf ausreichende, niedrigschwellige und offene Beratungsangebote.“

Hier finden Sie Unterstützung

Schuldner- und Insolvenzberatung, Königswarterstraße 58, 90762 Fürth
Termine nach telefonischer Vereinbarung. Telefonische Sprechzeiten: Di, Do 13.00 - 15.00 Uhr, Mi 10.00 – 12.00 Uhr. Offene Sprechstunde: Mi 13.00 – 16.00 Uhr.