Diakonie Fürth - spenden

Aktuelles Projekt

4,5 Tonnen Lebensmittel und Drogeriewaren wurden von den ehrenamtlichen Mitarbeitern am 14. Dezember entladen. Anschließend wurden die Pakete je nach Haushaltsgröße zusammen gestellt. Foto: Baumann

Wenn das Dach über dem Kopf zu teuer ist

Weihnachtspakete für Menschen an der Armutsgrenze

Die Weihnachtsgeschichte erzählt von einem Kind, das in einem Stall zur Welt kommt, weil seine Eltern trotz verzweifelter Suche "keinen Raum in der Herberge" finden. Auch 2000 Jahre später und 18 Breitengrade nördlicher ist ein Dach über dem Kopf keine Selbstverständlichkeit. Für Menschen mit geringem Einkommen ist es in Fürth schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

So geht es zum Beispiel Brigitte M. und ihren Kindern. Die 52jährige Mutter ist chronisch krank, schwerbehindert und arbeitslos. Ihr 19jähriger Sohn Torsten macht eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Weil die Einkünfte nicht ausreichen, haben beide ergänzend Arbeitslosengeld II beantragt. Von dem Betrag, der ihnen auf dem Papier zusteht, behält das Jobcenter wegen einer Überzahlung gleich 43 Euro monatlich ein. Seit der zweite Sohn vor einiger Zeit aus der Wohnung ausgezogen ist, liegt die Miete um 74 Euro über der vom Amt festgelegten Mietobergrenze für einen Zwei-Personen-Haushalt. 74 Euro, die nicht vom Amt übernommen werden und zusätzlich aus dem knappen Budget bestritten werden müssen. Mutter und Sohn würden gern in eine günstigere Wohnung umziehen, aber angesichts der unsicheren Einkommenssituation werden sie überall abgelehnt. Der monatliche Abschlagszahlung für Strom, Heizung und Wasser beträgt 93 Euro, 40 Euro mehr als der Regelsatz des ALG vorsieht. Dazu kommen Medikamente und weitere finanzielle Belastungen aus früheren Verbindlichkeiten. Der Rest reicht kaum zum Leben.

Brigitte M. wird klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie kommt Kirchlich allgemeinen Sozialarbeit (KASA) der Diakonie in der Ottostraße, wo die Beraterin mit ihr einen Lösungsweg für die Probleme entwickelt. Aber momentan ist das Geld immer noch sehr knapp. Deshalb ist Brigitte M. sehr froh, wenn sie im Dezember ein Weihnachtspaket von der Diakonie erhält. Kaffee und Nudeln, Waschmittel und Shampoo, Lebensmittel und Drogeriewaren werden dafür von den Mitarbeitern der KASA zusammen gepackt, außerdem Stollen und Lebkuchen für die Feiertage. Damit ändert sich zwar nichts an den Grundproblemen der Familie, aber die Haushaltskasse wird entlastet. "Außerdem sind die Weihnachtspakete, die wir an bedürftige Familien verteilen, ein sichtbares Zeichen der Solidarität", erklärt Sozialpädagogin Jana Schwarzer. "Sie zeigen den Betroffenen: Wir sind nicht egal, es gibt Menschen, die an uns denken. Und das ist ein sehr wichtiges Signal!" Wie in den letzten Jahren wird die Aktion etwa 1000 bedürftigen Menschen in Stadt und Landkreis Fürth zu Gute kommen.

Sie können die Weihnachtspaketaktion der Diakonie mit Geldspenden auf das nebenstehende Konto unterstützen. Die Diakonie hilft. Helfen Sie mit!

Dankeschön! Sie haben geholfen

Für die Finanzierung der beiden neuen Stellen für Bürgerarbeit sind 5.310 Euro an Spenden eingegangen. Damit ist ein Drittel der Zusatzkosten von insgesamt 14.400 Euro abgedeckt. Die neuen Mitarbeitenden werden als Begleiter im Fahrdienst der Tagespflege eingesetzt. Ein herzliches Dankeschön allen Spenderinnen und Spendern!