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DIAGNOSE DEMENZ

Es ist nicht einfach, mit der Diagnose "Demenz" zu leben, weder für die Menschen selbst noch für deren Angehörige. Denn durch die Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit wird nicht nur das Kurzzeitgedächtnis gestört, sondern es verändern sich auch Wahrnehmung, Erleben und Verhalten der Betroffenen. Entsprechend anstrengend kann das Zusammenleben mit demenziell veränderten Menschen sein: Stereotyp wiederkehrende Fragen, motorische Unruhe und andere Symptome können im Alltag viel Kraft kosten. Wichtig ist eine frühzeitige Diagnose durch eine*n Facharzt*in, damit sich die Familie mit dem Krankheitsbild auseinander setzen und dem Erkrankten selbst angemessen begegnen kann. 

LEBENSWERT

Damit demenziell veränderte Menschen und ihre Angehörigen trotz der Diagnose "Demenz" ihren Alltag als lebenswert erfahren können, haben wir in unseren Diakoniestationen und Seniorenpflegeheimen in Stadt und Landkreis Fürth verschiedenste Angebote entwickelt, mit denen wir Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen in ihrem herausfordernden Alltag unterstützen. Egal ob zu Hause in den eigenen vier Wänden oder in Gruppen: Unsere kompetenten Pflegefach- und Betreuungskräfte sorgen mit geschützter und bedarfsgerechter Betreuung für Abwechslung im Alltag der Erkrankten und bei den Angehörigen für Entlastung. Mit unseren Angeboten wollen wir uns der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung annehmen, die Demenz für uns alle bedeutet.

GESPRÄCHSGRUPPEN FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

Im Rahmen unserer Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) bieten wir zwei Gesprächsgruppen in Fürth, die sich monatlich treffen und von einer Ehrenamtlichen geleitet werden:

  • Gesprächsgruppe für pflegende Töchter und Söhne: einmal im Monat am Dienstag von 16:30 bis 18:30 Uhr
  • Gesprächsgruppe für pflegende (Ehe-)Partner:innen von Menschen mit Demenz: einmal im Monat am Mittwoch von 15:00 bis 17:00 Uhr

Weitere Infosrmationen: Dorothea Eichhorn, Leiterin Diakonische Sozialarbeit, T 0911 749 33-32, dorothea.eichhorn@diakonie-fuerth.de 

"KLETTERN TROTZ(T) DEMENZ"

Passende Sportangebote für Menschen mit Demenz sind rar. Dabei können sie helfen, geistige und körperliche Fähigkeiten zu bewahren und mehr Lebensfreude in den Alltag zu bringen. Hier setzt "Klettern trotz(t) Demenz" an. Vom Klettern profitieren die Teilnehmer*innen gleich doppelt: Klettern stärkt die Muskulatur, regt den Kreislauf an, fördert Beweglichkeit und Koordination und erhöht zumindest kurzzeitig die Gedächtnisleistung. Fast noch wichtiger aber sind die Emotionen, die mit jedem Höhenmeter stärker werden: Freude, Stolz, Spaß, Glück, Selbstbewusstsein. An der Wand kommen all diese Gefühle geballt zusammen.

"Klettern trotz(t) Demenz"

GRUPPENANGEBOT FÜR MENSCHEN MIT EINGESCHRÄNKTER ALLTAGSKOMPETENZ

"Dabei sein - Gemeinschaft erleben" - das ist das Motto unserer Gruppennachmittage, die Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz ambulant unterstützen und fördern. Dazu gehören neben einer gemeinsamen Kaffeerunde musische Aktivitäten, wie Singen und Bewegung zur Musik, Gedächtnistraining, Aktivierung der Sinne und seniorengerechte Spiele. Auch Feiern im Jahreslauf und Ausflüge stehen auf dem Programm, das die Teilnehmer*innen ebenso in ihrer sozialen Kompetenz fördert. Das Angebot wird von unseren gerontopsychiatrischen Fachkräften geleitet und findet in unserer Diakoniestation Fürth, Diakoniestation Oberasbach und Diakoniestation Roßtal wöchentlich statt. 

EINZELBETREUUNG FÜR DEMENZKRANKE MENSCHEN

Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Förderung demenziell veränderter Menschen zu Hause. Nach einer eingehenden Ersteinschätzung erstellen unsere gerontopsychatrischen Fachkräfte im Gespräch mit den pflegenden Angehörigen einen individuellen Förder- und/oder Betreuungsplan für den demenziell veränderten Menschen. Die stundenweise Betreuung und Beaufsichtigung im häuslichen Umfeld geschieht durch geschulte Mitarbeiter*innen in Roßtal, Oberasbach, Zirndorf und Veitsbronn. 

TAGESPFLEGE

In unserer Tagespflegeeinrichtung in Zirndorf gestalten die Teilnehmer*innen gemeinsam den Tag. Die wiederkehrende, am Alltag orientierte Tagesstruktur bietet demenziell Erkrankten Sicherheit und Verlässlichkeit. Der Tagesablauf ist gegliedert durch Essenzeiten, Aktivierungsphasen (zum Beispiel Gymnastik, Gedächtnistraining, Kreativangebote) und Ruhezeiten. Für den Mittagschlaf stehen Ruhesessel zur Verfügung. Die Gäste werden morgens mit Bussen von zu Hause abgeholt und nachmittags wieder zurück gebracht. Das Angebot, das auch tageweise gebucht werden kann, entlastet auch die Angehörigen.

Tagespflege Wintergarten

KURZZEIT- UND VERHINDERUNGSPFLEGE

Gerade bei demenziell veränderten Menschen ist eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig. Pflegende Angehörige kommen dabei an ihre Grenzen. Sie brauchen eine Auszeit. Kurzzeit- und Verhinderungspflege bedeutet, dass die Erkrankten für eine bestimmte Zeit in einem unserer beiden Seniorenpflegeheime aufgenommen werden und damit eine Überlastung der Angehörigen verhindert wird. Der Gast in der Kurzzeit- und Verhinderungspflege genießt in dieser Zeit alle Vorzüge, die unsere beiden Seniorenpflegeheime bieten. Neben der Grund- und Behandlungspflege können die Gäste auch an aktivierenden Beschäftigungsangeboten teilnehmen.

Seniorenpflegeheim Sofienheim in Fürth

Seniorenpflegeheim Gustav-Adolf in Zirndorf

 

KONTAKT

Haben Sie Fragen? Wir sind gerne für Sie da.

Diakonie Fürth
Haus der Diakonie
Königswarterstraße 56-60 | 90762 Fürth 
T 0911 749 33-0 | zentrale@diakonie-fuerth.de